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Sind hohe Schuhe wirklich so schädlich für meinen Fuß?

Für viele Frauen ist der Griff nach den hohen Schuhen aus dem Alltag nicht wegzudenken. Sie verhelfen zu einer aufrechten Haltung und natürlich auch zu ein paar Zentimetern Körpergröße mehr. Nur leider ist da auch der allzu bekannte Schmerz, der unterhalb der Fußsohle beginnt und sich entlang der Ferse bis hin zur Wade erstreckt. Warum ist das so und was kann ich dagegen tun?

Thomas Marx Gründer und Erfinder von TMX® wird täglich in seiner Praxis auch mit solchen Schmerzproblemen von Patienten konfrontiert. Wir haben ihn gebeten einen kurzen Einblick in die Ursache der Schmerzen beim Tragen hoher Schuhe zu geben und uns Tipps zu einer Behandlung dieser mitzugeben.

Was passiert im Fuß?

Die Ursache liegt klar auf der Hand. Durch zu hohe Schuhe und die erhöhte Ferse wird der Fuß in eine Stellung gebracht, die einen gesunden physiologischen Gang nicht mehr möglich macht. Normalerweise verteilt sich der Körperschwerpunkt während des Gangs mit Alltagsschuhen oder auch barfuß auf bestimmte Bereiche des Fußes. Die Kräfte wirken hier optimal ausgeglichen auf die unterschiedlichen Fußbereiche.

Durch das Tragen von hohen Schuhen, wird der Körperschwerpunkt auf den Fußballen verlagert was auf Dauer zu Krallenzehen führt. Das ist aber noch lange nicht das einzige Problem.

Einfluss auf die Muskulatur

Die Wadenmuskulatur endet mit der Achillessehne am knöchernen Fersenbein. Wenn wir hohe Schuhe tragen, steht die Wadenmuskulatur die gesamte Zeit unter einer hohen Spannung. Diese Kräfte, welche von der Wadenmuskulatur über die Achillessehne ans Fersenbein wirken, können auf Dauer den bekannten, schmerzhaften Fersensporn verursachen. Außerdem muss die Achillessehne, die das Zentrum bildet, diese überschüssigen Kräfte bündeln und steht damit ebenfalls die gesamte Zeit unter Spannungs-Beschuss. Dies führt im schlimmsten Fall zu einer Entzündung und öffnet Tür und Tor für einen äußerst schmerzhaften Riss der Achillessehne. 

Drei effektive Tipps von Thomas:

1. Wadenmuskulatur dehnen:

Dehne nicht nur deinen langen Wadenmuskel, sondern ebenfalls deinen kurzen Wadenmuskel.

Dehnung großer Wadenmuskel

Langen Wadenmuskel dehnen:

Wir stellen uns in einen Ausfallschritt, beide Füße zeigen nach vorne. Das Körpergewicht wird auf das vordere Bein verlagert, jetzt wird die Ferse des hinteren Beins in Richtung Boden gedrückt. Die Hüfte über die vordere Ferse nach vorne schieben, bis eine Dehnung in der Wade zu spüren ist. Danach bei Bedarf das Bein wechseln.

 

Dehnung kleiner WadenmuskelKurzen Wadenmuskel dehnen:

Die Übung ist identisch mit der vorherigen. Das Knie des hinteren Beins bleibt gebeugt und das Gewicht nach hinten verlagert, bis eine Dehnung in der hinteren Wade zu spüren ist. Auch hier nach Bedarf das Bein wechseln.

 

2. Spannungsknoten in der Wade lösen:

Ein Physiotherapeut würde mit seinem Daumen einen langanhaltenden, tiefen und andauernden starken Druck aufbauen, um die Verspannungen im Gewebe zu lösen. Um diesen Druck auch ohne Physiotherapeuten in Eigenbehandlung auszuüben, empfehlen wir einen Trigger.

Wie du das Gewebe am einfachsten behandelst, siehst du in dem kostenlosen Übungsbereich (Wade) oder direkt in diesem Video:

3. Kälteanwendung:
Nutze Kühlpads oder Eiswürfel (oder die guten alten Quarkwickel), um nach dem Tragen hoher Schuhe deine Wadenmuskulatur zu entspannen. Die Kälte muss in der Tiefe wirken.

Quelle: tmx-trigger.de