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Schmerzen im Alltag – Ein Interview mit Thomas Marx

Das Thema Schmerzen im Alltag ist bei vielen Menschen ein ständig wiederkehrendes Thema. Als Physiotherapeut, Osteopath und Heilpraktiker wird unser Gründer Thomas Marx ständig mit allen möglichen Schmerzherden konfrontiert.

In dem Format „NACHGEFRAGT“, von unserem Partner Urban Sports Club, hat Thomas bereits Stellung zu den gängigsten Mythen bezogen (Hier geht’s zum Artikel). Anschließend stand er in einer Live-Session auf Instagram der Community Rede und Antwort. Wir haben hier für euch die wichtigsten Erkenntnisse der eingereichten Fragen nochmal zusammengefasst.

Frage 1: Seit dem Homeoffice habe ich Verspannungen in den Schultern. Was kann mir weiterhelfen?
Diese Frage kommt in meiner Praxis fast täglich auf. Das Grundproblem ist das nicht wirklich ideale Umfeld. Wir hängen den ganzen Tag am Laptop, oft nicht einmal an einem richtigen Schreibtisch, sondern in der Küche, am Esstisch oder im Schlafzimmer. Das Problem liegt in der Statik. Die Brustwirbelsäule ist gebeugt und der Kopf liegt im Nacken – was zu abgedrückten Nerven und Gefäßen führt. Im Normalfall können wir das gut kompensieren aber über längere Zeit kann sich ein echtes Problem entwickeln. Die Muskeln und das Gewebe kämpfen dagegen an und sorgen damit für Verspannungen und folglich auch für Schmerzen. Außerdem drückt unser Brustkorb durch die gekrümmte Sitzposition auf unser Zwerchfell und schränkt dadurch dessen Funktion ein. Das Zwerchfell sendet also Fehlinformationen aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und daraus resultieren entsprechend Schulter- und Nackenschmerzen.

Zum Entgegenwirken solcher Probleme können wir uns an einfachen Übungen und Mitteln orientieren, wie zum Beispiel dem Schulterkreisen, der Mobilisierung des Oberkörpers oder der Wärmebehandlung. Das Wichtigste ist aber das Zwerchfell. Und um dieses zu entlasten, gibt es eine einfache Methode: Legt euch auf den Rücken, platziert die Hände auf dem Brustkorb und atmet 7-8 Minuten tief ein und aus. Damit reduziert ihr nicht nur euer Stresslevel, sondern wirkt auch positiv auf eure Schulter-und Nackenschmerzen ein.

Frage 2: Oft habe ich Kopfschmerzen und merke, dass sie aus dem Nacken kommen. Gibt es da Übungen, die Schmerzen lindern können?
Diese Frage knüpft ganz gut an die erste Frage an. Wir haben ganz viele Muskeln, die vom Schulterblatt und vom Nacken hoch zur Halswirbelsäule und zum Kopf ziehen und wenn diese Muskeln sich verfestigen, resultieren daraus Kopfschmerzen jeglicher Art. Auch hier gilt, die Muskulatur durch natürliche Bewegungen und mithilfe von Atemübungen zu lockern und zu lösen. Zusätzlich können wir durch das Bearbeiten der richtigen Lösungspunkte an unserem Schädel die Muskeln lockern. Einer dieser Lösungspunkte befindet sich etwa 2–3 Fingerbreiten oberhalb des Ohrs. Wenn wir auf die Zähne beißen, spüren wir, wie sich die Muskulatur anspannt. Durch eine leichte Druck-Massage oder punktuell kreisende Bewegungen lassen sich die Kopfschmerzen erstklassig behandeln. Einen zweiten Lösungspunkt finden wir hinter dem Ohr. Dort befindet sich der Parasympathikus, unser „Stresslöser“. Mithilfe von kreisförmigen Bewegungen hinter dem Ohr oder am Ohrläppchen, können wir den Parasympathikus stimulieren und die Muskeln entspannen sich von ganz allein.

Frage 3: Hilft der Trigger auch bei Bänderverletzungen oder Verknorpelungen? Kann man da etwas machen?
Die Idee hinter unseren TMX® Triggerprodukten ist die nachhaltige und gezielte Eigenanwendung für eine optimale Regeneration. Sprich überall, wo wir Beschwerden in und um die Muskeln haben – sei es am Fuß, an der Wade, in den Schultern oder im Nacken – können unsere Produkte angewendet werden. Die Anwendung richtet sich hier nach drei ganz einfachen Grundsätzen: Punktuell, langanhaltend und tief. Wenn diese drei Punkte befolgt werden, ermöglichen wir unseren Muskeln eine optimale und nachhaltige Regeneration. Ihr müsst auch keine Angst haben, nicht immer genau den richtigen Punkt zu finden, denn auch wenn wir im näheren Umfeld unserer Beschwerden triggern, wirkt sich das positiv auf den Heilungsprozess aus.

Frage 4: Kann ich etwas kaputt machen, wenn ich meine/n Mitbewohner/in massiere und kein Experte bin?
Ja, als Laie kann man tatsächlich ein paar Dinge falsch machen. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, uns auch weiterhin gegenseitig zu massieren. Unsere TMX® Trigger sind optimal ergänzende Produkte zur Massage. Trotzdem solltet ihr ein paar wichtige Grundsätze bei der Massage mit den Triggern beachten: Im Allgemeinen sollte auf jeden Fall der Gesichts- und Bauchbereich sowie der direkte Druck auf Knochen vermieden werden. Außerdem gibt es Anzeichen des Körpers, dass ihr von der jeweils ausgesuchten Stelle ein paar Millimeter zur Seite rücken solltet. Diese Anzeichen sind:

  1. Ihr spürt an der Stelle ein Pochen (den Puls), in diesem Fall seid ihr direkt an einer Ader.
  2. Es findet eine Schmerzausstrahlung auch in die umgebenden Bereiche statt, in diesem Fall seid ihr an einem Nerv.
  3. Wenn sich der Schmerz nicht verbessert, sondern verschlimmert, lieber die Finger davonlassen.

Wenn ihr diese Punkte beachtet, könnt ihr mit gutem Gewissen auch als Laie den Partner/ die Partnerin massieren.

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Quelle: tmx-trigger.de